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  Fröhlichen Frauen wird kein Führungswille zugetraut – stolzen schon

Technische Universität München , Juni 2013

Frauen werden als führungsbereiter wahrgenommen, wenn sie Stolz auf ihre eigene Leistung zeigen. Wirken sie hingegen fröhlich, wird ihnen weniger Führungswille zugetraut als ähnlich emotionalen Männern. Dies ist eines der ersten Ergebnisse eines langfristigen Forschungsprojekts, bei dem Wirtschaftswissenschaftlerinnen der Technischen Universität München (TUM) die Auswahl und Beurteilung von Führungskräften untersuchen. Dabei zeigte sich, dass selbst Frauen nach wie vor mehr Führungskraft von Männern erwarten. Im nächsten Schritt wollen die Forscherinnen Schulungen entwickeln, die bei einem vorurteilsfreien Personalmanagement helfen.

Sie müssen besser verhandeln, Netzwerke knüpfen, Karrierestrategien entwerfen – so lauten meist die Rezepte, mit denen mehr Frauen Führungspositionen erreichen sollen. „Doch diese Konzepte reichen nicht“, sagt Prof. Isabell Welpe vom Lehrstuhl für Strategie und Organisation der TUM. „Sie lassen die Stereotype außer Acht, die bei der Einschätzung von Spitzenpersonal im Unterbewusstsein eine entscheidende Rolle spielen: Führungskräfte sollen durchsetzungsstark, dominant und hart sein, Frauen gelten als ausgleichend, freundlich, sozial.“

Wirtschaftswissenschaftlerinnen der TUM erforschen deshalb, welche Mechanismen bei der Auswahl und Beurteilung von Führungskräften in Wirtschaft und Wissenschaft wirken und wie Verzerrungen in der Wahrnehmung entgegengewirkt werden kann.

Frühere Studien haben gezeigt: Wer als führungswillig gesehen wird, hat größere Chancen, tatsächlich auf eine Führungsposition gerufen zu werden. Dies bedeutet für Frauen einen Nachteil, da sie im Schnitt als weniger an Mitarbeiterführung interessiert wahrgenommen werden. Die Wissenschaftlerinnen der TUM untersuchten nun, welche Rolle dabei Emotionen spielen. Die Testpersonen sahen Szenarien, in denen Männer und Frauen fröhlich waren, Stolz auf die eigene Leistung oder aber keinerlei Emotionen zeigten. Diejenigen, die stolz wirkten, wurden als führungswilliger beurteilt. Dieser Effekt war deutlich stärker bei den gezeigten Frauen. „Vor allem fröhlich wirkenden Frauen wird wenig Führungswillen zugetraut“, sagt Welpe. „Umso größer ist die Wirkung, wenn sie Stolz zeigen.“

Aus ihren Erkenntnissen wollen die Wissenschaftlerinnen Schulungen entwickeln. Diese sollen Unternehmen und Wissenschaftsorganisationen helfen, Potenzial und Leistung von Frauen und Männern ohne Einfluss von Stereotypen zu beurteilen.

Mehr Infos hier.

Studie der FOM Hochschule: Frauenquote? Nein, danke!

  FOM Hochschule, Juni 2013

Die Skepsis gegenüber einer gesetzlichen Frauenquote ist groß. Das hat eine Umfrage unter über 760 berufsbegleitend Studierenden ergeben, die zum Großteil selbst in leitenden Positionen sitzen: 65,6 Prozent von ihnen sprechen sich gegen die Einführung einer Quote aus. 24,6 Prozent befürworten eine Quote für alle Führungspositionen, 9,7 Prozent könnten sich eine Frauenquote für Top-Management und Aufsichtsräte vorstellen.

Mehr Informationen hier.

 

Equal Pay Day 2013 – Symbol der nach wie vor ungleichen Bezahlung von Frauen und Männern

http://www.equalpayday.de/, 21. März 2013

Kurz vor dem Equal Pay Day melden die Initiatorinnen rund 700 Aktionen im gesamten Bundesgebiet. Mit Kundgebungen, Stadt-Ralleys und roten Taschen – dem Symbol der ungleichen Bezahlung – wird darauf aufmerksam gemacht, dass Frauen nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts nach wie vor 22 % weniger verdienen als Männer (…).

hier mehr lesen zu Aktionen im Bundesgebiet

 

 

Neue FES-Studie zu Frauen in Führungspositionen im öffentlichen Dienst 

www.fes.de, November 2012

Wie geht es eigentlich den Führungsfrauen im öffentlichen Dienst? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) für die Friedrich-Ebert-Stiftung stellt fest, dass die Situation für Frauen im Staatsdienst und in öffentlichen Unternehmen nicht wesentlich besser ist als in der Wirtschaft. Zwar ist die Gleichstellung in öffentlichen Verwaltungen durch Gesetze reguliert, dennoch sinkt der Anteil von Frauen mit steigender Hierarchieebene deutlich. Die Autorin der Studie, Julia Schimeta, bemängelt vor allem den Frauenanteil im öffentlich-rechtlichen Finanzsektor. Im Ergebnis müssen die Instrumente zur Gleichstellung auf den Prüfstand gestellt, angepasst und die Umsetzung stärker kontrolliert werden.

Zur Studie geht es hier

 

Kooperation kontra Konkurrenz – Neue Studie zu Karriereregeln von Männern und Frauen

www.pressestelle.tu-berlin.de, 20. Juli 2012

Sie machen alles richtig. Dennoch führen die Karrierestrategien der Frauen sie nicht an die Spitze der Unternehmen. Vielmehr wird die moderne Arbeitswelt für sie zur „Falle“. So der Befund einer Studie von Soziologen der TU Berlin, in der erstmals in Deutschland die Karriereanforderungen in der neu strukturierten Arbeitswelt der Wissensökonomie für Frauen und Männer beschrieben werden. Außerdem hat das Team unter Leitung von Christiane Funken untersucht, welche Karrierestrategien in dieser neuen Arbeitswelt entwickelt werden, um an die Spitze eines Unternehmens zu gelangen. „Die Karrierespielregeln in der Wissensökonomie, in der nicht mehr primär materielle Produkte hergestellt, sondern Wissen und Informationen produziert werden, haben sich für Frauen und Männer gleichermaßen verändert“, sagt die Professorin für Kommunikations- und Mediensoziologie und Geschlechterforschung. „Wie Frauen und Männer damit umgehen und welche Karrierestrategien jeweils verfolgt werden – das ist jedoch unterschiedlich und die Ergebnisse hinsichtlich der Aufstiegschancen sind es bekanntermaßen auch.“
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Karrierek(n)ick Kind? Beruflicher Wiedereinstieg – Aber wie!

 

Wie gelingt der berufliche Wiedereinstieg nach der Elternzeit? Auch im öffentlichen Dienst ist der Wiedereinstieg nicht immer einfach gestaltbar. Er ist oftmals die Ursache für beruflichen Verantwortungsverlust, langanhaltende Teilzeitbeschäftigung und in der Folge auch eine der Hauptursa-chen für fehlende weibliche Führungskräfte. Wie aus dem Karriereknick ein Karrierekick werden kann, widmet sich eine Broschüre der dbb bundesfrauenvertretung.

Vorgestellt werden Strategien und praktische Beispiele, wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz nach einer Babypause gelingen kann. Von der Erwartungshaltung an Mütter und Väter über die mediale Darstellung des Ver-einbarkeitsthemas bis hin zur Frage der qualifizierten Weiterbildung wäh-rend einer Elternzeit und einem Überblick zu den arbeitsrechtlichen Regelungen für Wiedereinsteigerinnen im öffentlichen Dienst liefert die Broschüre Antworten auf die wichtigsten Kernfragen. Damit wird gleichzeitig die 9. Frauenpolitische Fachtagung im März 2012 dokumentiert.

Die Broschüre steht als pdf-Datei auf der Website der dbb bundesfrauen-vertretung zum Download zur Verfügung: http://www.frauen.dbb.de/

  

 Wenig Frauen in Führungspositionen in Bundesministerien

komba magazin, dbb spezial, Juni 2012

Nach der Wirtschaft mussten jetzt auch die Bundesministerien in Sachen Frauen in Führungspositionen Farbe bekennen. Die Bilanz ist mehr als mau. Selbst im frauenstarken Familienministerium liegt die Quote unter 30 %.

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djb plant Vernetzung von Juristinnen mit Gleichstellungsaufgaben

www.djb, Mai 2012 

Der Deutsche Juristinnenbund ruft als Gleichstellungs-/Frauenbeauftragte tätige oder mit Gleichstellungsaufgaben befasste Mitglieder und interessierte Juristinnen auf, sich an einem Netzwerk „Gleichstellungsbeauftragte im djb“ zu beteiligen. Gleib-Juristinnen, die strittige Fragen über die Rechtsstellung, Aufgaben und Befugnisse von Gleichstellungsbeauftragten sowohl aus praktischer als auch rechtlicher Sicht zu beurteilen vermögen, sollten sich zusammenschließen, um durch juristisch fundierte Stellungnahmen die Auslegung und Fortentwicklung der Gleichstellungsgesetze vor allem in Bezug auf das Amt der Gleichstellungsbeauftragten in ihrem Sinn zu prägen sowie die vorhandenen Netzwerke bei rechtlichen Fragen unterstützen.

Interessierte können den djb kontaktieren unter geschaeftsstelle@djb.de.

 

 

Kooperation von Bundesfamilienministerium und XING hilft Frauen beim Aufbau eines persönlichen Netzwerks

 www.bmfsfj.de , 29.03.2012

 Gerade nach einer längeren Unterbrechung führt der Weg zurück ins Arbeitsleben oft über persönliche Kontakte. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend kooperiert daher mit dem beruflichen Netzwerk XING, um Frauen, die nach einer Baby- oder Familienpause wieder ins Arbeitsleben einsteigen wollen, beim Aufbau eines persönlichen Kontaktnetzes zu unterstützen und ihnen so die Rückkehr in den Beruf zu erleichtern.

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Berliner Erklärung für mehr Geschlechtergerechtigkeit

Berlin, Dezember 2011

Alle bisherigen Versuche, durch freiwillige Vereinbarungen mehr Frauen in Führungspositionen zu bringen, sind gescheitert. Es müssen verbindliche gesetzliche Regelungen zur geschlechtergerechten Besetzung von Entscheidungsgremien der Wirtschaft wie Aufsichtsräte und Vorstände getroffen werden. Dazu gehören auch Sanktionsmöglichkeiten. Die Initiatorinnen der Berliner Erklärung wollen diese Ungerechtigkeit nicht länger hinnehmen. Mit Ihrer Unterschrift können Sie dieses Anliegen unterstützen.

Mehr Informationen erhalten Sie unter www.berlinererklaerung.de.